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Welche Personengruppen sind besonders von einem steigenden Arbeitslosenrisiko betroffen?

Dieser Frage geht die neue KOF-Studie zur Arbeitslosigkeit in der Schweiz nach.Wie die Analyse zeigt, sind dies vor allem Männer, mittelbezahlte Berufsgruppen, Personen mit tiefem Bildungsgrad und Jugendliche.

Für ältere Erwerbstätige ist das Risiko, arbeitslos zu werden, in den letzten 20 Jahren nicht gestiegen. Bei dieser Gruppe liegt die Gefahr, arbeitslos zu werden, heute noch auf einem sehr ähnlichem Niveau, wie in den 1990er-Jahren, schreibt die KOF. Seither praktisch unverändert ist auch ein deutlich erhöhtes Risiko von Langzeitarbeitslosigkeit in dieser Altersgruppe.

Die insgesamt gestiegene Arbeitslosenquote führt die Studie auf strukturelle Veränderungen zurück. Die Arbeitslosigkeit hat bei gleicher Zahl offener Stellen zugenommen. Dies deutlich zwischen 2003 und 2005. Zwischen 2012 und 2014 stieg die Arbeitslosenquote sogar, obwohl es auch mehr offene Stellen gab.

Die Zunahme der strukturellen Arbeitslosigkeit weist darauf hin, dass sich die Anforderungen an die Stelleninhaber einerseits und die Voraussetzungen der Stellensuchenden andererseits tendenziell voneinander entfernt haben.