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Tipps für Videopräsentationen

Drehbuch

Präsentieren Sie in einem spannenden Bogen, was Sie ausmacht und wie Sie zur Firma bzw. der Stelle passen. Eine vertiefte Analyse des Anforderungsprofils hilft Ihnen, in den ersten 30 Sekunden folgende Aussagen präzis zu formulieren:

  • Was zeichnet Sie aus (USP)?
  • Warum passen Sie in die Firma?
  • Welchen Beitrag leisten Sie zum Firmenerfolg?

In den darauffolgenden maximal 1,5 Minuten folgen Informationen zu Ausbildung, beruflichen Stationen etc.
Profi-Tipp: Ob Sie einen Text bis ins Detail aufschreiben und auswendig lernen oder frei sprechen, hängt von Ihren Fähigkeiten ab. Wem das freie Sprechen leicht fällt, sollte diese Form wählen, wer Halt findet in einem auswendig gelernten Text wählt diese Variante.

Sprache

Sprechen Sie flüssig und deutlich, ohne jedoch zu schnell oder zu bemüht zu wirken. Wortwahl und Sprachstil sollten sich an der Branche orientieren. Der Text sollte nicht abgelesen werden; also frei oder auswendig gelernt gesprochen werden. Keine „Ähs“ und „hms“
Profi-Tipp: Üben Sie mit Freunden. Wer in dieser Situation besteht, wird auch in der ungewohnten Situation eines Studios bestehen.

Qualität des Videomaterials

Die Qualität des Videomaterials muss hochwertig sein. Im Markt gibt es gute Anbieter mit viel Erfahrung und individuellen Paketen von der reinen Aufzeichnung bis hin zur umfassenden Beratung für Text, Kleidung und Make-up.
Profi-Tipp: Wer Erfahrung im Erstellen von Videos hat und alle genannten Punkte selbstkritisch umsetzt kann auch selber ein gutes Video erstellen.

Form

Es heute üblich, Videos in geeigneten Portalen hochzuladen und den Freigabe-Link im Bewerbungsdossier anzugeben.
Profi-Tipp: Achten Sie in den Sichtbarkeitseinstellungen darauf, dass ihr Video nicht öffentlich gelistet wird, sondern nur über den geteilten Link aufgerufen werden kann.

Gesprächsort

Sorgen Sie dafür, dass das Gespräch weder optisch noch akustisch gestört wird. Der Raum sollte also geschlossen werden können, ebenso die Fenster, falls von dort Geräusche zu erwarten sind. Am besten eignet sich ein Schreibtisch mit einem Hintergrund, der Sie als seriös, konzentriert und effizient erscheinen lässt.
Profi-Tipp: eine weisse Wand im Hintergrund wirkt steril und gestellt. Ein Bücherregal mit Fachliteratur und Pflanzen wirkt kompetent und sympatisch zugleich. Auch das Smartphone gehört zu den möglichen Störquellen: Abschalten (ganz, nicht „lautlos“)

Lichtverhältnisse

Genügend Licht ist gut, aber übertreiben Sie es nicht. Eine Schreibtischlampe sollte von vorne mit einigem Abstand in einem 45° Winkel von oben Ihr Gesicht ausleuchten. Licht, das nur von oben kommt, erzeugt Augenringe, Licht von unten lässt Sie wie ein Vampir aussehen.
Profi-Tipp: Denken Sie auch an die natürlichen Lichtverhältnisse zum geplanten Termin. Besonders im Spätsommer und Herbst ergibt der tiefe Sonnenstand am späteren Nachmittag unerwartet viel Lichteinfall durch Fenster.

Kamera und Körperhaltung

Der Abstand zu den meisten Notebook-Kamera ist mit 1 Meter optimal gewählt. Achten Sie auf eine gute und angenehme Körperspannung, so wie Sie es im realen Gespräch auch tun. Ein Lächeln hie und da erfreut alle Gesprächspartner.
Profi-Tipp: Vor der Kamera wirken alle Bewegungen grösser als in Realität, vermeiden Sie deshalb übertriebene Gestik und Mimik ohne aber zu starr zu wirken, auch hier gilt: Üben mit vertrauten Personen.

Kleidung, Make-up, Frisur

Es gelten die gleichen Regeln wie für das reale Bewerbungsgespräch: Der Auftritt orientiert sich am Unternehmen, dem Job und der Position.
Profi-Tipp: Streifen oder Karre-Muster können in der digitalen Bildverarbeitung zu ablenkenden Moiré-Mustern führen.

Kosten

Hohe Kosten sind kein Garant für gute Qualität. Ein gutes Bewerbungsvideo benötigt jedoch einiges an Vorbereitung sowie Dreh- und Schnittzeit. Deshalb sind mit Kosten zwischen 500.- und 1500.- zu rechnen.