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Nichts passiert von alleine – erfolgreiche Stellensuche ist echte Arbeit 😊

Es braucht vor allem den persönlichen Einsatz, echte Fokussierung und das Wissen, was man wirklich will. Klar, man kann andere suchen lassen oder seinen CV auf einschlĂ€gigen Plattformen einfach mal deponieren – oder ganz Mutige setzen unter ihr Bild in LinkedIn ein Banner, das zeigt, dass sie frei fĂŒr Neues sind. Doch all das entbindet nicht von dem eigenen klugen Engagement fĂŒr die Suche und dem Erforschen der eigenen BedĂŒrfnisse und dem Auflisten der ganz persönlichen Kompetenzen und StĂ€rken.

Es passiert nichts von selbst und alle Hinweise, dass es leicht sei, einfach mal so ĂŒbers Handy per «Bewerben auf Knopf-Druck mit One-Click» zur richtigen Stelle zu kommen, sind weniger als die halbe Wahrheit. Die Aufgabe, die richtige Stelle zu finden, liegt bei Dir. Du darfst einiges vorbereiten, analysieren und formulieren, damit der nĂ€chste Job ein Erfolg fĂŒr Dich wird. Du wirst nicht einfach mal so den Job wechseln wollen. Das machen die wenigsten Menschen. Der Entschluss ist viel zu wichtig, als dass das mal so nebenbei entschieden wird.

Der schnelle Weg zur neuen Stelle

Immer mehr Organisationen und Unternehmen verringern zwar den Aufwand fĂŒr die Bewerbenden und stellen schlanke Prozesse und einfachere Tools zur VerfĂŒgung. Damit sollen Schranken abgebaut werden, um den Kontakt zum Unternehmen schnell und unkompliziert zu ermöglichen. Doch es gelingt ihnen auch nicht immer, gleichzeitig alle wichtigen Informationen zum Job, zum Team, zur Kultur, zum Gehalt, zu den Benefits etc. fĂŒr die interessierten Kandidatinnen und Kandidaten bereitzustellen.
Immer wieder ist zu lesen, dass die Unternehmen die Anforderungen an die Bewerbenden mehr und mehr reduzieren: Das Anschreiben und der sogenannte Bewerbungsbrief sind nicht mehr erwĂŒnscht, es gibt Chats in der Bewerbung mit Bots, einen RĂŒckrufbutton, Bewerbungen mit Video- oder Voice-Bewerbung. Das sind die neuen Ideen, um den Erstkontakt mit dem Arbeitgeber einfacher werden zu lassen.
Dieser Informationsaustausch im schnellen Kennenlernen reicht auf keinen Fall aus, um auf der Seite der Organisation eine qualitative Vorauswahl oder gar die Vorbereitung einer Auswahlentscheidung zu treffen. Und fĂŒr die Bewerbenden sind die Informationen auch nicht genĂŒgend, um wirklich «ja» zur Stelle oder zur Einladung zum GesprĂ€ch sagen zu können.

Es braucht mehr Informationen fĂŒr beide Seiten

Du wirst Dich nicht in einem Unternehmen bewerben, in dem Du nicht auch wirklich arbeiten möchtest. Es sei denn, es ist eine Test-Bewerbung und Du trainierst. Wenn Du Dich zielgenau dort bewerben willst, wo Du auch wirklich gerne mitwirken und ein Teil des Teams werden möchtest, dann hast Du im besten Fall folgende Recherche- und Fleissarbeit vorher erledigt:

  1. Deine Kompetenzen, Potenziale und StĂ€rken gebĂŒndelt und formuliert
  2. BedĂŒrfnisse fĂŒr Deine Laufbahn und Weiterentwicklung beschrieben
  3. Deine Social-Media-Profile auf den Stand fĂŒr die Zukunft gebracht
  4. Deinen Lebenslauf angepasst und auf die Zukunftsschritte hin ergÀnzt
  5. Eine Liste der fĂŒr Dich spannenden Unternehmen erstellt
  6. Newsletter von Jobbörsen oder Jobcrawler fĂŒr Infos abonniert
  7. FĂŒr Dich passenden Firmen auf Social Media gefolgt und sie geliked
  8. Persönliches Netzwerk und Vertrauenspersonen informiert
  9. Nach Kontakten im Netz gesucht, die unterstĂŒtzend wirken können
  10. Klarheit gefunden, wie Du Netzwerke nutzt und wo Du Entscheider triffst

Vielleicht hast Du auch entschieden, Dich gut vorbereitet spontan zu bewerben, ohne dass eine Stellenanzeige vorliegt. Auch dafĂŒr sind die hier genannten «Top 10 der Vorbereitung» eine gute Empfehlung.

Das Ziel jeder Recherche ist es dann, herauszufinden, welche Anforderungen in der Position, die Du anstrebst, wirklich gestellt sind. Deine Aufgabe ist es, herauszufinden, auf was die Rekrutierenden am meisten Wert legen, welche Werte zentral sind und ob sie zu Deinen passen. SpĂ€testens im BewerbungsgesprĂ€ch ist das ein Thema. Je frĂŒher Du das entdeckst oder erfragst, umso besser.

Wenn Dir das alles zu anstrengend erscheint und Du denkst, ich will lieber abkĂŒrzen, geht das natĂŒrlich auch. Doch Du kannst sicher sein, dass sich die Unternehmen gut vorbereiten und in den meisten FĂ€llen schon genau wissen, wie die Kandidatin oder der Kandidat sein soll, die oder der zur Vakanz passt. Je besser Deine Recherche ist, umso besser und zielgenauer kannst Du Dich bewerben und im BewerbungsgesprĂ€ch punkten.

Du kannst Dich auch begleiten lassen und die Schritte und Vorhaben mit Profis vorbereiten. Ist nicht die schlechteste Idee. Es gibt immer wieder Tipps und Hinweise, wie Du clever und gezielt vorgehen kannst, und kompetentes Feedback kann Gold wert sein. Wie auch immer, wir wĂŒnschen viel Erfolg und auch Freude beim und im Prozess der Stellensuche.