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Mit Resilienz die Stellensuche aus der Kraft heraus gestalten

Sich kraftvoll und energiegeladen auf die Stellensuche begeben, geht das in den Zeiten der Krise? Die Antwort darauf ist ein klares «Ja».
In unseren Blogbeiträgen diese Woche zeigen wir die hilfreichen inneren Bilder, die eine starke Kraftquelle für jede einzelne Person sein können. Die acht Resilienzfaktoren des Resilienz-Zirkels verdeutlichen die stärkenden und unter-stützenden Kompetenzen, die wir alle in uns tragen und in uns weiter ausbauen können. Resilienz ist trainierbar, das ist die gute Nachricht.

Hier der Überblick aller acht stärkenden und unterstützenden Resilienzfaktoren:

Integratives Resilienz-Zirkel-Training (RZT) nach dem Bambus-Prinzip® des ResilienzForum Berlin

Ganz unabhängig vom dem, was uns umgibt, können wir auf unsere ganz persönliche Resilienz zurückgreifen. Dafür ist es sinnvoll, sich immer wieder über das eigene Denken bewusst zu werden. «Was denke ich über mich und meine Zukunft?» «Welche Werte bestimmen mein Leben derzeit und wonach möchte ich in Zukunft mein Leben ausrichten?» «Was bringe ich an Erfahrungen, Erlebnissen und Wissen mit?» Die Beschäftigung mit diesen Fragen und die Antworten stärken das Gefühl der Selbstwirksamkeit. Die innere Überzeugung, dass am Ende alles gut wird, ist eben auch die Überzeugung, für schwierige Situationen gerüstet zu sein und sie meistern zu können. Selbstwirksamkeit ist damit einerseits eine wichtige Grundlage und andererseits auch ein Resultat von Resilienz. Der feste Glaube an die eigenen Fähigkeiten trägt bereits einen Grossteil dazu bei, Krisen und Schwierigkeiten tatsächlich unbeschadet zu meistern.

Im ersten Blogbeitrag dieser Woche haben wir die Resilienzfaktoren Improvisationsvermögen und Lernbereitschaft und Optimismus, positive Selbsteinschätzung angesprochen.

Die resilienzfördernden Kompetenzenfelder sind nicht voneinander getrennt. Die Stärkung eines Bereiches lässt auch die anderen Resilienzfaktoren anwachsen. Genauso wie das Immunsystem durch gesunde Ernährung, Bewegung und frische Luft gestärkt wird, kann auch die persönliche Resilienz aufgebaut und intakt gehalten werden. Viele Faktoren tragen dazu bei.
Resiliente Menschen wissen, dass sie in der Lage sind, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen, und die Fähigkeit haben, ihr Leben zu verändern und zu gestalten. Auch jetzt – auch in der Krise. Gerade auch Menschen, die auf Stellensuche sind, jetzt in der Krise.

Akzeptanz und Realitätsbezug

Situationen, die nicht zu ändern sind, lassen oft den Perfektionsanspruch hochkochen. Die hohen Erwartungen an die eigene Person und das Umfeld begünstigen die Vorstellung, das Leben entscheide gegen einen. Fragen Sie sich eher: Welche Grenzen und Möglichkeiten gilt es für Sie derzeit auszuloten und wo gilt es die Realität zu akzeptieren oder ganz bewusst einmal nein zu sagen? Der Blick in die Zukunft zeigt, wo Akzeptanz und neuer Realitätsbezug dabei helfen, besser mit Belastungssituationen klarzukommen.

• Tipp für die heutige Zeit
Erinnern Sie sich an die kleineren oder grösseren Momente in der Zeit der Corona-Krise, in denen es gelungen ist, eine Situation oder Realität zu akzeptieren, die nicht selbständig geändert werden konnte – was wurde in diesem Moment trotzdem möglich?

• Stärken und Fördern von Akzeptanz und Realitätsbezug
Setzen Sie den Blick auf die Chancen, die in der eigenen und somit in jeder Situation erkannt und genutzt werden können.
Nehmen Sie Lob und Anerkennung an und akzeptieren Sie Ihren bisherigen Lebenslauf.
Legen Sie Ihre persönlichen Grenzen fest und lassen Sie das weg, was Sie nicht mehr wollen oder brauchen.
Lernen Sie sich selbst immer besser kennen, akzeptieren Sie sich voll und ganz und suchen Sie das für sich passende Umfeld.
Erkennen Sie rechtzeitig Überforderung und sprechen Sie das an. Scheuen Sie sich nicht davor, Unterstützung zu suchen.
Prüfen Sie Ihre eigenen Ansprüche versus der Realität und prüfen Sie damit, ob Sie in die Perfektionsfalle geraten sein.

Lösungsorientierung und Kreativität

Mit dieser Grundhaltung gelingt es, sich nicht länger auf ein Problem zu fokussieren, sondern eher sich selbst von dem Problem zu lösen. So wird die Wahrnehmung erweitert und es gelingt, Stress abzubauen. Wer versucht, ein neues Problem mit alten Strategien zu lösen, scheitert oft am «mehr desselben». Lösungsorientierte Menschen nehmen sich Raum und Zeit für kreative Auszeiten und kommen zum nötigen Perspektivenwechsel.

• Tipp für die heutige Zeit
Erinnern Sie sich an neue oder unerwartete Freiräume, die in den Zeiten der Corona-Krise und des Social Distancing dabei helfen, Momente der Kreativität zu erleben – was wird da alles möglich?

• Stärken und Fördern von Lösungsorientierung und Kreativität
Wechseln Sie die Perspektive und nehmen Sie die Sichtweise «vom Problem zur Lösung» ein, so als wäre es ein Automatismus. Verharren Sie nicht im Problem.
Entwerfen Sie Lösungsbilder und gehen Sie kreativ mit spielerischer Kraft vor und entdecken Sie in sich die vielen Möglichkeiten, sich selbst die Lösung zu «erzählen».
Definieren Sie einen Annäherungsfokus: Beschreiben Sie, was Sie wollen, und formulieren Sie nicht das, was Sie nicht wollen. Damit werden Sie sich das «hin-zu-Ziel» setzen und nicht das «weg-von-Ziel».
Denken Sie mutig auch immer wieder «out of the box», sprengen Sie die Grenzen, die vielleicht nur in Ihrem Kopf sind.
Wagen Sie scheinbar Unmögliches, legen Sie sich selbst keine Begrenzungen auf.
Formulieren Sie deutlich: Ich werde «es tun» anstatt ich werde «es probieren».

Selbstregulation & Selbstfürsorge

Der Schlüssel für eine starke Resilienz ist die Kompetenz, immer wieder in die innere Balance zu kommen und zu wissen, was einem ganz persönlich so wirklich, wirklich guttut. Dieser Resilienzfaktor erinnert daran, dass man selbst der Mittelpunkt des eigenen Universums ist. Die regelmässigen Momente, um neue Energie aufzutanken, sind so wichtig, um die Regenerationskraft zu erhalten. Richtig gut auf die Warnsignale des Körpers achten kann nur, wer sich immer wieder aus dem Alltag herausnimmt und entspannt.

• Tipp für die heutige Zeit
Erinnern Sie sich an die vielen kleinen Rituale und Momente, in denen es Ihnen gut gelungen ist oder immer noch gelingt, sich gut zu entspannen und gut für sich selbst zu sorgen, auch in der Zeit der Corona-Krise oder vielleicht gerade deshalb?

• Stärken und Fördern von Selbstregulation und Selbstfürsorge
Suchen Sie sich sehr zielgerichtet Ihre Energiequellen und entspannen Sie sich tief und bewusst.
Tun Sie sich ganz bewusst Gutes und beschreiben Sie genau, was das sein kann und wo Sie das bekommen können.
Gehen Sie achtsam mit sich und dem Umfeld um. Fragen Sie auch mal ganz direkt andere, was ihnen Freude bereitet, vielleicht kommt damit eine neue Idee auf Sie zu.
Setzen Sie Ihre Energie bewusst ein und etablieren Sie für sich ein Stoppzeichen, damit Sie bemerken, wenn es zu viel wird.
Identifizieren Sie die Energiefresser in Ihrem Umfeld und lösen Sie sich davon und setzen Sie alltagstaugliche Entspannungstechniken ein.