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Kleine Challenge gefällig? – Zusammenarbeit mit Generation Z

Wie werden Arbeitgeber attraktiv für alle Generationen? Diese Frage bewegt viele Entscheider. Darum standen mögliche Antworten darauf auch im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung von Work Life Aargau.
Das Impulsreferat selbst war schon ein Lehrstück der Zusammenarbeit zwischen den Generationen. Gerne teile ich meine spannenden Einsichten, Erfahrungen über die gemeinsame Gestaltung des Beitrages mit Yannick Blätter von Neoviso. Er ist einer der bekanntesten Vertreter der Generation Z in der Schweiz und verspricht seinen Kunden: «Wir machen die GenZ zu Euren Kunden und Mitarbeitenden.»
Als neu gewähltes Vorstandsmitglied WLA und Vertreterin der Generation Babyboomer, habe ich zum Abenteuer „gemeinsame Erarbeitung und Auftritt eines Impulsreferats zu zweit“ gerne ja gesagt.
Unsere Challenge lag darin, die Inhalte mit Einsichten und Meinungen beider Generationen zu zeigen, zu verbinden und Tipps zur Umsetzung zu geben. Das Themenspektrum reichte von der Beurteilung des aktuellen Arbeitsmarktes, mit den vorherrschenden Denk- und Handlungsweisen zu Employer Branding Beispielen und Forderungen an Leadership. Dieses Zusammenspiel gilt schon als Beispiel, wie sich das gemeinsame Arbeiten mit Generation Z konkret und praktisch im Alltag gestalten kann.
Zuerst einmal zum Themenkreis:
Unternehmen wollen und müssen junge Talente sowie passende Mitarbeitende anziehen, akquirieren und mit ihnen erfolgreich arbeiten.

Sie suchen Antworten auf die Fragen:
• Welche Strategien für eine erfolgreiche Talentakquise sind für uns wünschbar und umsetzbar?
• Welche neuen und angepassten Denk- und Handlungsweisen in Bezug auf die Kandidaten- und Führungsorientierung können dies unterstützen?
• Wie und wo sollten wir uns als Arbeitgeber positionieren und präsentieren?
• Wann ist für uns die Suche nach Menschen mit Kompetenz und wann die Suche nach Menschen mit Potenzial die bessere Wahl?
• Welche Führungsqualitäten sollten wir intern aufbauen, um die Mitarbeitenden anzuziehen, die wir brauchen?

Warum die Challenge?
Die Idee für einen gemeinsame Auftritt und die gemeinsame Erarbeitung war schnell aus dem Thema heraus entstanden. Work Life Aargau unterstützt Firmen im Standort Aargau dabei, sich aktiv gegen den Fachkräftemangel zu rüsten. Dazu gehören die innovativen Wege, Talente zu rekrutieren sowie die Neu- und Weiterqualifikation bereits qualifizierter Arbeitskräfte und der gute Umgang mit dem Generationenmix im Unternehmen. Was bietet sich da besser an, als das Impuls-Referat schon als gelingende Zusammenarbeit über Generationen hinweg, zu gestalten. Natürlich machten wir alles online und mit insgesamt zwei kurzen Video-Calls und drei Mailkontakten. Schnell, direkt und unkompliziert.

Wichtig in der Zusammenarbeit mit Generation Z:
Was mir in den Schritten der Ko-Kreation für das Referat geholfen hat, kann in drei Schritten zusammengefasst werden. Die eigenen sich auch generell als Tipp für gelingende Zusammenarbeit mit der GenZ:

  1. Kontakt aufnehmen und sich direkt zeigen
  2. Offen und beweglich im Prozess bleiben
  3. Wissen teilen und Transparenz herstellen

Das passt zu den Wünschen der Generation Z, die Yannick Blätter dann auch im Vortrag genannt hat. Er fordert in der Zusammenarbeit: Seid instant, flexibel und klar.
Die Mitarbeitenden aller Generationen wünschen sich einen Arbeitgeber, der eine Kultur des gegenseitigen Vertrauens ermöglicht. Nur wer miteinander spricht und voneinander lernt, kann zusammen Neues entwickeln. Gewünschte Innovationen können von jungen Mitarbeitenden mitgeprägt werden, wenn sie ernst genommen und beteiligt werden.

Vom Undenkbaren zum Umdenkbaren
Wer die passenden Talente anziehen und behalten will muss umdenken können und dem Andersdenken Platz machen. Das betrifft nicht nur den Firmenauftritt. Wer sich aussen als attraktiv für junge Menschen zeigt, muss intern mit entsprechender Kultur und Zusammenarbeitsformen auch liefern.

Um generationenübergreifende Teams erfolgreich werden zu lassen heisst das:

  1. Für ein Klima der gegenseitigen Wertschätzung sorgen, in dem es keinen Platz für Vorurteile gibt. Weder gegenüber älteren noch gegenüber jüngeren Mitarbeitenden.
  2. Organisationsformen mit hohem Autonomiegrad einzusetzen, die ein orts- sowie zeitunabhängiges Arbeiten und das Einbringen eigener Ideen und möglichst viel Selbstorganisation zulassen.
  3. Einen kontinuierlichen und beidseitigen Wissenstransfer zu ermöglichen. Damit sichergestellt wird, das Erfahrungswissen weitergegeben werden kann und Neues, aktuelles Wissen in das Unternehmen mit einfliesst.