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Generationsübergreifende Zusammenarbeit muss gewollt sein

Generationenmanagement ist ein hochaktuelles Thema für viele Unternehmen und Teams. Verbunden mit dem sich klar abzeichnenden Fachkräftemangel und dem Wechsel vom Arbeitgeber- hin zum Bewerbermarkt gewinnt das Thema rasant an Relevanz. Je nach Definition treffen in den Firmen und bis zu fünf Generationen mit unterschiedlichen Ansprüchen an ihren Arbeitsalltag aufeinander.

Gemeinsame Werte erkennen
Mittlerweile hat sich schon der Begriff der «generationensensible Unternehmung» etabliert. Das beschreibt die Unternehmen, die individuell auf ihre Mitarbeitenden und deren Bedürfnisse eingehen. Die unterschiedlichen Einstellungen, Vorstellungen und Werte, die parallel in einem Unternehmen von den unterschiedlichen Altersgruppen gelebt werden, müssen sichtbar und ansprechbar werden.

Erfreulicherweise legen immer mehr der verantwortlichen Teamleiter und Führungskräfte in ihrem Unternehmen ein verstärktes Augenmerk auf die Generationen X, Y und Z, um die Zusammenarbeit mit der Generation der Baby Boomer fördern.

Sensibilität für Diversität mit Austausch fördern
Der Generation der Babyboomer (1951-1965) ordnet man ein hohes Arbeitsethos zu. Die Erwerbstätigkeit gilt als Existenzgrundlage. Sie sind die Workaholics und für sie spielt Arbeitsplatzsicherheit und Karriereorientierung eine grosse Rolle, ebenso wie die Wertschätzung der Leistung.

Der Generation X (1965-1980) sagt man nach, sie sei gut ausgebildet und ehrgeizig und mit der Ambition unterwegs, die Selbstverwirklichung in der Erwerbstätigkeit zu suchen. Diese Suche nach individueller Entwicklungsmöglichkeit sei wichtig und Zeit wichtiger als Geld. Die Generation legt grossen Wert auf Freiräume in der Arbeitsgestaltung, transparente Kommunikation und eine ausgeglichene Work-Life-Balance.

Die Generation Y (1981-1995) sucht sinnstiftende Tätigkeiten. Führungspositionen werden nicht unbedingt angestrebt. Sie suchen eher flache Hierarchien, Vernetzung und Teamwork. Im Unternehmen fordern sie eine Unternehmenskultur der klaren Kommunikation, die Orientierung bietet. Sie fordern in ihrem Arbeitsalltag auch die Möglichkeit, von moderner Technik Gebrauch machen zu können.

Die Generation Z (1996-2010) zeigt sich in vielen Punkten ähnlich den Generationen Y und Z. Sie sind darüber hinaus wesentlich technikaffiner und gelten als hypervernetzt und oft, wenn auch nicht immer, digitalkompetent. Ihr Kommunikationsverhalten wird durch WhatsApp, YouTube und TikTok geprägt und die Experimentierfreude ist gross. Was auch auffällt, ist der Fokus auf die eigene Identität als GenZ. Themen wie Sicherheit, soziales Engagement und Familiengründung kommen wieder stark in den Vordergrund.

Kultur im Wandel
Die Mitarbeitenden aller Generationen wünschen sich einen Arbeitgeber, der eine Kultur des gegenseitigen Vertrauens ermöglicht. Nur wer miteinander spricht und voneinander lernt, kann zusammen Neues entwickeln. Gewünschte Innovationen können von jungen Mitarbeitenden mitgeprägt werden, wenn sie ernst genommen und beteiligt werden.
Wer die passenden Talente anziehen und behalten will, muss umdenken können und dem Andersdenken Platz machen. Das betrifft nicht nur den Firmenauftritt. Wer sich aussen als attraktiv für junge Menschen zeigt, muss intern mit entsprechender Kultur und Zusammenarbeitsformen auch «Wort halten».

Um generationenübergreifende Teams erfolgreich werden zu lassen heisst das:
Für ein Klima der gegenseitigen Wertschätzung sorgen, in dem es keinen Platz für Vorurteile gibt. Weder gegenüber älteren noch gegenüber jüngeren Mitarbeitenden.

Wie das gelingen kann und mehr dazu in der Story unter: Die erfolgreiche Suche nach Fachkräften, ein Balanceakt zwischen den Generationen von Work Life Aargau