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Bereiten Sie sich auf diese neuen Fragen im Bewerbungsinterview vor

Zu Corona-Zeiten ändern sich auch die Spielregeln fürs Vorstellungsgespräch. Es gibt immer weniger persönliche Treffen. Inzwischen findet die Mehrzahl der Gespräche per Videocall statt. Und nicht nur Sie sind im Home-Office, möglicherweise arbeiten auch die Mitarbeitenden der Personalabteilungen und Headhunter von zuhause aus.
Viele Unternehmen werden in der nächsten Zeit die laufenden Projekte, anstehenden Meetings und etablierten Arbeitsabläufe auf online umstellen. Selbst wenn die Arbeit für die Sie sich bewerben zukünftig nur teilweise remote ausgeführt wird, interessiert es das Unternehmen sehr, wie Sie zu dieser Arbeitsform stehen.

Die Recruitingverantwortlichen in den Unternehmen möchten Sie in dieser Hinsicht kennenlernen und werden Ihnen dazu möglicherweise solche der ähnliche Fragen stellen:

1. Wie haben Sie die Zeiten des ersten Lockdowns bis heute erlebt?

Überlegen Sie die Antwort vorher: Falls Sie freigestellt oder bereits stellensuchend sind, sollten Sie zeigen, dass Sie die Zeit nicht ungenutzt verstreichen liessen. Vielleicht haben Sie von den oft auch kostenlos angebotenen Weiterbildungsmöglichkeiten von zuhause aus profitiert. Signalisieren Sie den zukünftigen Arbeitgebern, dass Sie nicht untätig die Hände in den Schoss gelegt haben, sondern aktiv in sich und Ihre Zukunft investierten.

2. Welche Kommunikationsformate nutzen Sie seitdem, um im privaten Umfeld oder mit Kollegen zu vernetzen?

Sprechen Sie ruhig davon, dass Sie möglicherweise privat verschiedene Videokonferenzsysteme nutzen oder mit Videotelefonie vertraut sind. Auch die Vernetzung mit anderen über Linkedin kann ein Hinweis darauf sein, dass Sie die digitalen Kanäle nutzen und damit vertraut sind.

3. Haben Sie bereits Erfahrungen damit, remote zu arbeiten? Wenn ja, wie war das für Sie? Was gefiel Ihnen dabei und was nicht?

Zeigen Sie alles auf, was Sie an Erfahrungen mitbringen. Falls Sie noch nicht so geübt sind, dürfen Sie das natürlich auch sagen. Doch zeigen Sie auf jeden Fall Interesse an der remote Zusammenarbeit, wenn es im Unternehmen üblich ist. Sie dürfen auch zurückfragen, wie stark die Nutzung der digitalen Arbeitsmittel im Unternehmen ist.

4. Wie stellen Sie sich einen perfekten Remote-Arbeitstag vor?

Was braucht es, damit Sie am Abend denken: Das war ein produktiver und erfolgreicher Tag?
Gehen Sie da frei Ihren Gedanken nach und äussern Sie Ihre Überlegungen. Eine digitale Zusammenarbeit ist keine Hexerei. Falls Sie noch nie einen Remote-Arbeitstag hatten, so können Sie doch auf Ihre Erfahrungen zurückgreifen, wie gute, erfolgreiche und produktive Arbeit für Sie aussehen kann. Das kann in der digitalen Welt genauso gut ablaufen.

5. Wie sieht Ihr Heimarbeitsplatz aus?

Haben Sie eine gute Internetverbindung? Welche Ausstattung in Soft- und Hardware wünschen Sie sich für den Remote-Arbeitsplatz?
Beschreiben Sie Ihren Platz, obwohl Sie ja gerade im Interview auch gesehen werden. Die Frage ist wichtig. Vielleicht wird das Unternehmen den Arbeitsplatz der Mitarbeitenden zuhause besonders ausstatten. Das erfahren Sie, wenn Sie diese Frage beantworten und auch nach den Massgaben und Regeln des Unternehmens fragen.

Und wie beim Vorstellungsgespräch in Präsenz gilt: Seien Sie pünktlich. Loggen Sie sich früh genug ein. Stellen Sie den guten Empfang mit einem stabilen Internetanschluss sicher. Achten Sie darauf, dass der Akku aufgeladen ist und sorgen Sie für eine ruhige Umgebung.

Ebenso gewissenhaft, wie Sie die Anreise zum Unternehmen geplant hätten, sollten Sie nun das Videointerview vorbereiten. Kamera und Mikrofon checken. Den Winkel der Webcam gut einschätzen. Platzieren Sie sich passend, damit Ihr Gesicht und Ihr Oberkörper gut sichtbar sind und prüfen Sie die Beleuchtung.

Blicken Sie immer geradeaus direkt in die Kamera. Wenn Sie dem Gesprächspartner in die Augen sehen, dann kommt das beim Gegenüber so an, als würden Sie scheinbar den Blick senken. Damit das nicht passiert, üben Sie den Blick in der Kameraeinstellung vorher und vergessen Sie nicht zu Lächeln. Das macht Sie nicht nur sympathisch, sondern lässt auch Ihre Nervosität verschwinden und Sie können souverän auf alle Fragen antworten.