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9 wichtige Fakts zu Digital-Recruiting, die Stellensuchende kennen müssen

Im Jahr 2021 ist das digitale Recruiting nicht mehr wegzudenken. Stellensuchende und Recruiter werden sich auch weiterhin auf virtuelle Vorstellungsgespräche einstellen und die neuen Mitarbeitenden online in das Team einführen. Doch das ist nicht die ganze Wahrheit des Digital Recruiting.
Eine wichtige Rolle spielen die neuen Recruiting-Werkzeuge. Unternehmen setzen sie nicht nur für die Generationen Y und Z ein. Wir alle sind mobiler und digitale vernetzter unterwegs. Jetzt auch bei der Stellensuche.
Die Arbeitswelt verändert sich und die Art, wie Unternehmen ihre Mitarbeitenden suchen, ebenfalls. Damit begegnen den Stellensuchenden und Stellenwechselnden neue Fragen und Inhalte:

  1. Remote Work und hybride Arbeitsmodelle
    Arbeiten von zuhause aus ist seit 2020 zu einem essenziellen Bestandteil des täglichen Lebens geworden. Viele Unternehmen gehen dazu über, dass sie diese Modelle weiter anbieten, auch wenn es keine offizielle Homeoffice-Pflicht gibt. Auch viele Arbeitnehmer wollen gar nicht mehr zurück ins Büro, zumindest nicht täglich.
    Stellen Sie sich auf diese Fragen ein, wie Sie dazu stehen.

  2. Digitalisierung
    Auch dieser Trend hat sich hauptsächlich durch die Veränderungen im Jahr 2020 verstärkt. Nicht nur die Arbeitsinhalte werden digitaler und der Umgang mit Daten wird immer klarer als Skill erfasst. Vorstellungsgespräche, Onboarding und Gespräche über Video könnten in einigen Unternehmen Standard werden.
    Unternehmen können mit digitalen Prozessen Zeit und Kosten sparen. Digitalisierte Prozesse sind weniger fehleranfällig und funktionieren meistens viel schneller.
    Stellen Sie sich darauf ein, dass Sie möglicherweise mit vermehrten digitalen Bewerbungsprozessen in Kontakt kommen.

  3. Automatisierung und KI
    Unternehmen nutzen oft Recruiting-Software in der Vorauswahl der Bewerbenden, um bestimmte Skills der Bewerberinnen und Bewerber auszulesen und festzustellen, ob die Person sich für die Stelle eignet oder nicht. Die künstliche Intelligenz kann das Recruiting für das Unternehmen erleichtern.
    So können auch automatisch Termine für Bewerbungsgespräche organisiert und weitere Aufgaben automatisiert werden, die der Recruiter dann nicht mehr selbst ausführen muss.
    Bei der Stellensuche empfehlen wir, den persönlichen Kontakt zu suchen. Trotz aller Automatisierung ist das der grösste Hebel für Sie.

  4. Employee Experience
    Unternehmen wollen die Besten finden und bei sich im Team behalten. Mit der Idee des Employee Experience zielen sie darauf ab, alle Wahrnehmungen, Erfahrungen und Emotionen der Mitarbeitenden – und das schon während des Bewerbungsprozesse – positiv zu gestalten. Dazu gehören im Recruiting die Kommunikation und das Onboarding. Die Unternehmen wollen die Mitarbeiterbindung schon sehr früh entstehen lassen und aktiv unterstützen.
    Die Art, wie Unternehmen rekrutieren, zeigt viel von der Unternehmenskultur. Achten Sie gut darauf.

  5. Upskilling
    Viele Arbeitnehmer mussten sich seit dem Jahr 2020 plötzlich an andere Arbeitsweisen gewöhnen. Alles auf einmal digital. Da können Weiterbildungen einen grossen Unterschied machen.
    Im Recruiting wird genau analysiert, welche Fortbildung – vor allem im Hinblick auf neue Technologien – der oder die Bewerbende nachweisen kann. Die Unternehmen wissen, dass die Mitarbeitenden sich den Veränderungen stellen müssen.
    Stellensuchende können die digitale Transformation nicht aufhalten lassen. Es macht Sinn, das als Chance zu sehen, um effektiver zu arbeiten und das auch zu formulieren.

  6. Employer Branding
    Die Unternehmen wollen sich als attraktiver Arbeitgeber präsentieren, um die Anzahl der Bewerbungen zu vergrössern und die Bewerbenden zu überzeugen.
    Mit dem Employer Branding schaffen sie die Arbeitgebermarke. Sie planen und führen vielerlei Aktivitäten aus, um das Unternehmensimage zu verbessern und die passende Zielgruppe anzusprechen.
    Für Stellensuchende ist das die Chance, in den Kontakt zu treten und sich ihrerseits aktiv zu zeigen.

  7. Candidate Experience
    Wie bei der Employee Experience geht es bei der Candidate Experience um alle Wahrnehmungen, Erfahrungen und Emotionen. Dabei stehen in diesem Fall die unterschiedlichen Schritte des Recruitingprozesses der Bewerbenden im Fokus.
    Die Unternehmen wollen damit ein Umfeld schaffen, in dem sich die Bewerbenden wohl fühlen. Dazu gehören klare Kommunikation, kurze Wartezeiten zwischen verschiedenen Schritten und so viele Informationen wie möglich für den weiteren Prozess.
    Bei der Stellensuche darf man erwarten, auf Augenhöhe «abgeholt» zu werden.

  8. Kandidaten proaktiv über Social Media kontaktieren und Talentpools nutzen
    Es gibt nicht nur die Möglichkeit, dass die Bewerbenden sich bei den Unternehmen melden. Die Arbeitgeber kontaktieren immer öfter auch die passenden Talente proaktiv. Das funktioniert nicht nur über Headhunting. Sie pflegen auch immer mehr ihre eigenen Talentpools. Talentpools sind Datenbanken, die so aufgebaut sind, dass sie externe und interne Talente erreichen können, die für eine offene Stelle in Frage kommen.
    Stellensuchende sollten auf jeden Fall über gut gepflegte Social-Media-Profile «auffindbar» sein. Spontanbewerbungen sind weiterhin zu empfehlen.

  9. Mehr Benefits und weniger Lohn
    Es wird an vielen Orten nicht damit gerechnet, dass in den Unternehmen im Jahr 2021 die Löhne der Mitarbeitenden erhöht werden.
    So werden auch aufgrund der Krise bei vielen Unternehmen die Einstiegslöhne von neuen Mitarbeitenden möglicherweise geringer ausfallen als in den Jahren zuvor. Die Arbeitgeber bieten anstelle von hohen Löhnen andere Benefits an, wie etwa flexible Arbeitszeitmodelle, eine besonders offene Firmenkultur, welche Fehler erlaubt und auf Vertrauen basiert, oder weitere flexible Benefits, bei denen die Mitarbeitenden eine Wahlmöglichkeit haben.
    Seien Sie also vorbereitet, dass die Gehaltsverhandlungen in diese Richtung gehen können, und bereiten Sie Ihre Antworten vor.